So schmecken die Berge
 
                                           
                                           Mittlerweile nehmen
75 Hütten im Alpenraum an der Kampagne "So schmecken die Berge" teil.                           

                                           Im Rahmen der Kampagne fördert der Deutsche Alpenverein seit 1999 die Zusammenarbeit    
                                           von Hüttenwirten und Bergbauern. Inzwischen hat sich die Kooperation auf weitere regionale
                                           Erzeuger von Lebensmitteln ausgedehnt. Der Oesterreichische Alpenverein und der
                                           Alpenverein Südtirol sind seit 2008 dabei.
 
Was haben Sie als Hüttengast davon?
+ gesunde, hochwertige, schmackhafte Speisen
+ regionale Produkte, regionale Spezialitäten
+ saisonal wechselnder Speiseplan
 
Was sind die Ziele der Kampagne?
+ Erhaltung der bergbäuerlich geprägten alpinen Kulturlandschaft
+ Förderung der regionalen Wirtschaft
+ schonender Umgang mit Ressourcen und Energie

Die Speisen und Getränke
Klar, dass eine Hüttenspeisekarte nicht ausschließlich heimische Produkte umfassen kann. Aber möglichst viele. Den Alpenvereinen kommt es mit der Kampagne auf einen realistischen und praktikablen Anteil regional erzeugter Lebensmittel im Gesamtangebot an. Die teilnehmenden Hüttenwirte haben sich verpflichtet, mindestens
 
+ ein Fleischgericht
+ ein vegetarisches Gericht
+ ein alkoholfreies und ein alkoholisches Getränk

 
aus heimischer Erzeugung in ihre Speisekarten aufzunehmen. In der Realität wird es in vielen Hütten eine deutlich umfangreichere So-schmecken-die-Berge-Palette geben. Je nach Hütte und Region wird der Gast zum Beispiel mit den folgenden Speisen verwöhnt:
 
+ würziger Speck direkt aus dem Rauchfang
+ duftendes Bergbauernbrot
+ fassfrische Butter
+ feinste Brände und Liköre
+ herzhafter Bergkäse
+ leckere Obstkuchen und Obststrudel
+ erfrischende Buttermilch


Alle So-schmecken-die-Berge-Speisen werden von den Hüttenwirten vor Ort zubereitet. Ein möglichst hoher Anteil an ökologischen Lebensmitteln ist wünschenswert. Gerne geben die Hüttenwirte über ihre Speisen und Getränke detailliert Auskunft.

Ziel: Kulturlandschaften erhalten
Von Natur aus wären die Alpen bis in mittlere Lagen hinauf überwiegend bewaldet. Über Jahrhunderte haben die Bergbauern jedoch Freiflächen für die Almwirtschaft geschaffen. Dadurch ist ein abwechslungsreiches Landschaftsbild entstanden. Ein Landschaftsbild, das uns Menschen so vertraut ist und den besonderen Reiz der Bergwelt ausmacht. Aber auch ein Landschaftsbild, das den Artenreichtum von Fauna und Flora fördert. Das lange gewachsene Ineinander von Kultur- und Naturlandschaften trägt wesentlich dazu bei, dass die Alpen nach wie vor der Dachgarten Europas sind, in dem Tiere und Pflanzen leben, die außerhalb der Alpen nicht mehr vorkommen. Mit der Kampagne "So schmecken die Berge" helfen die Alpenvereine und die beteiligten Hüttenwirte mit, die wirtschaftliche Existenz von Bergbauern zu sichern und damit die Almflächen zu erhalten.

Die Hütten
DAV, OeAV und AVS betreiben zusammen rund 550 Hütten. Eine So-schmecken-die-Berge-Hütte erkennen Sie am Schild mit dem Kuh-Motiv. Und an der Speisekarte, in der die entsprechenden Angebote ausgezeichnet sind.


Warum ist "So schmecken die Berge" für die Hütten so wichtig?
Die Hütten der Alpenvereine befinden sich zumeist in abgeschiedenen Hochlagen und inmitten empfindlicher Ökosysteme. Nachhaltiges Wirtschaften ist dort eine Notwendigkeit - so, wie es im Rahmen von "So schmecken die Berge" praktiziert wird. Zum einen schont die Kampagne Ressourcen, indem sie auf kurze Wege und handwerkliche Produktionsmethoden setzt. Zum anderen fördert sie lokale alpine Wirtschaftsstrukturen. Hütten sind auf diese Strukturen angewiesen - schließlich sind sie ein Teil davon.
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